Über uns

Bergrheinfelder Bürger sagen Nein zu Südlink formieren sich zu BI Bergrheinfeld e.V.

Oftmals sind es die Tatsachen, die Veränderungen zwingend notwendig machen. Wir kämpfen mittlerweile seit 5 Jahren gegen die nichts-sagende Strompolitik und geplanten Landschaftsverschandelung, welche mit dem Umspannwerk Bergrheinfeld West im Jahr 2014 beschlossen wurde. Das Umspannwerk sollte unser Beitrag zur Energiewende sein. Mittlerweile wissen wir, und das ist hinreichend bekannt, dass bereits im Jahr 2008 von der EU eine neue Stromtrassenpolitik für Deutschland beschlossen wurde.

Wir vertreten folgende Punkte :

1. Eine Energiewende braucht keinen Netzausbau.

Es ist mittlerweile Nachweisbar, dass die aktuellen Trassenplanungen nichts mit einer Energiewende zu tun haben. Im Jahr 2008 wurde im EU Parlament eine Neuausrichtung der Stromtrassen beschlossen. Die ganze Thematik wird  auf den Rücken der Energiewende abgelagert und dem Bürger wird suggeriert, dass für diese ein Neubau der Stromtrassen notwendig wäre.

2. Die Kosten des Netzausbaus zahlt der Verbraucher.

Aktuell sind Kosten in Höhe von über 60 MRD. Euro im Netzentwicklungsplan bestätigt. Sicher ist, dass wie in den bisherigen Regelungen, die Kosten auf jeden einzelnen Bürger umgelegt werden. Analysten gehen von einem möglichen Strompreis von Endkunden in Höhe von 50-60 ct/kwh ab 2025 aus.

3. Bergrheinfeld West drohen weitere Stromtrassen.

Bergrheinfeld ist mit über 150 stehenden Strommasten seit Jahren stark belastet. Kein einziger dieser bestehenden Masten wird abgebaut. Neben Umspannwerk, Konverter ( in Planung) und der Trasse P43 drohen weitere Belastungen.

4. Industrie braucht keinen Netzausbau.

Das KKW Grafenrheinfeld als Versorger der Industrie in Schweinfurt und Umgebung hatte eine Kapazität von ca. 1,6 MW. Durch das Abschalten fehlt diese Produzierte Strommenge komplett. Lichter sind bei uns noch keine ausgegangen und werden auch in Zukunft nicht ausgehen. Auch nicht in der Industrie. Das beweist auch, dass der Südlink  mit seinen Komponenten frühestens 2025 in Betrieb gehen wird und in Deutschland 2022 das letzte KKW vom Netz gehen wird.

5. Wir setzen uns für die Region ein, unterstützt von erfahrenen Rechtsanwälten.

Die Kanzlei Baumann Rechtsanwälte aus Würzburg kann unter anderem mit der WAA Wackersdorf und dem KKW Mühlheim-Kärlich große Erfolge auf diesem Gebiet nachweisen. Eigene Einwendungen gingen allzu oft verloren oder wurden gnadenlos abgekanzelt.

6. Helfen Sie uns, die Region von unnötigen Stromtrassen freizuhalten und gesunde Wohn- und Lebensverhältnisse zu sichern.

Es gibt keinerlei Erfahrung wie sich ein Erdkabel im Boden bezüglich Strahlung und Erwärmung verhält. Beim Bau einer Trasse wird die betroffene Fläche eingefroren. An den Grundstücken sind keine baulichen Änderungen mehr möglich. Die Einschränkungen betreffen zunächst die Grundstückseigentümer, Wertverluste sind unkalkulierbar. Weitere massive Einschränkungen werden auch auf anderen Ebenen befürchtet. Wir kämpfen hier nicht für uns – wir kämpfen auch nicht für eine Verschiebung der Planungen. Allen voran das Ziel, unnötiges abzuwenden. Unser Ansporn ist eine tatsächliche Energiewende, an der auch Privat Personen, regionale Erzeuger oder Industrie und Wirtschaft ein Geschäftsfeld der nächsten Jahre neu erschließen kann. Made in Germany war ein Markenzeichen. Und soll es auch bleiben. Die bisherigen Planungen sind rein Stromautobahnen. Kabelanfang im Norden, Kabelende Bergrheinfeld West. Dazwischen gibt es keinen Abzweig oder keine Nutzung für andere.  

Die Vereinsgründung BI Bergrheinfeld e.V.

Das Thema Südlink & Folgeprojekte ist ein äußerst komplexes Thema. Unterstützung erhalten wir von unseren Mitgliedern, von Rechtsanwälten, von Konzernen, welche eine regionale Energiewende favorisieren. Aufgebaut aus den Verbänden Bauernverband, Flurbereinigung, Jagdgenossenschaft sowie interessierten Bürgern wären wir zukünftig nur beschränkt geschäftsfähig. Es geht um anerkannte Gemeinnützigkeit, damit Spenden angenommen werden können und zweckgebunden verwendet werden dürfen. Deshalb die notwendige Vereinsgründung. Wir  sind zukünftig auf weitere Unterstützung von Privatpersonen und Firmen angewiesen, damit der Kampf auch finanziell geschultert werden kann. Aktuell verwalten wir ca. 80 Mitglieder mit einem Jahresbeitrag von 12.- Euro. Damit sollte eine Unterstützung mit der Mitgliedschaft relativ einfach möglich sein.

Würden wir keinen Funken Hoffnung sehen, würden wir diese Arbeit auch nicht weiterverfolgen. Es ist der weitbekannte Kampf „David gegen Goliath“. Oder anderst gesagt – „Wer kämpft kann verlieren – wer nicht kämpft, hat schon verloren“. Da uns keine unsere Argumente widerlegt und auch keiner der verantwortlichen einen Nachweis für den Bedarf bringt, können wir (und auch alle anderen Gegner ) gar nicht so falsch liegen. Insofern macht es Sinn, Schaden zu bewahren. Solange es geht. Dazu brauchen wir aber auch weitere persönliche Unterstützung durch Bürger aus Bergrheinfeld, Garstadt und Umgebung.

Wir freuen uns auf Sie und hoffen dass Sie uns zahlreich mit Ihrer Mitgliedschaft in der BI Bergrheinfeld e.V. unterstützen. Herzlichen Dank im Voraus dafür. 

Die Satzung und das Beitragsformular finden Sie unter http://bergrheinfeld-sagt-nein.de/downloads/